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Home Office- Lieblingsort oder Motivationskiller?

5. Juli 2015
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Ich antworte hier mal ganz ungefragt auf einen Blogpost von Alicia auf „superwork“. Ein Blogpost den Applytree auf Facebook verlinkte, und mich dann irgendwie nicht mehr los lies.

Irgendwie stecke ich da nämlich auch drin, in diesem ganzen „Home Office Ding“. „Du hast es ja sooo gut!“, „Was machst’n du eigentlich den ganzen Tag?“ sind so die Dinge die ich als Selbständige und Mutter oft (zugegeben, meist von Gleichaltrigen) zu hören bekomme. Mit Anfang bis Mitte 20 sind sich die meisten vermutlich ohnehin noch nicht so recht bewusst dass man mit 2 Kindern unter 5 nicht einfach den ganzen Tag zu Hause „rumhängt“ und sich dann die restliche Zeit so mit „Beine hoch“ und Kaffee im Home-Office vertreibt.

Alicia beschreibt 5 essentielle Punkte des Home Offices, und in manchen kann ich zu 100% zustimmen.

Es ist Sonntag, 17:53 Uhr, hardcore Hitze im Home Office und hier kommen jetzt meine 5:

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1. Defintive uneingeschränkte freie Zeiteinteilung:
Wohoo! Das nonplusultra Argument für mich als Mutti von zweien und Selbstständige für’s Home Office ist die freie Zeiteinteilung. Wenn beide Kinder unerwartet abends mal doch einschlafen, sause ich rüber ins Büro und erledige den Arbeitskram. Wachen sie auf, sause ich die paar Schritte wieder rüber. Und so weiter und sofort. Ich verliere keinerlei Zeit für meinen Arbeitsweg. Besserer geht’s ja eigentlich nicht. Außerdem kann ich einfach mal kurz aufhören wenn garnichts weitergeht, und später weitermachen.

2. Guter Kaffee und Essen
Oh ja! Alicia hat sowas von Recht. Guter Kaffee ist verdammt (!) wichtig. Ich kann jederzeit rüber in die Küche sausen (natürlich sausen, es gilt ja auch keine Zeit zu verlieren) und mir Kaffee machen. Wann ich will, soviel ich will. Die Espressokanne ist nie besetzt aber dafür macht sie auch nie jemand anders sauber. 😉 Auch Essen ist hier immer möglich, kein Arbeitgeber der mir das Krümeln auf die Tastatur untersagt oder böse Blicke wenn hier 2 Kaffeeränder auf dem Schreibtisch und auf umliegenden Unterlagen platziert sind.

3. Die Kosten
Natürlich, neben dem Kaffee, auch ein Todschlagargument. Ein externes Büro kostet Kohle, als Selbstständige wäre das dann selbst finanziert und natürlich definitiv nicht im Rahmen der Möglichkeiten. Zumindest noch- höhöhöhö.

4. Pyjama vs. Kleidervorschrift
Woah- das ist auch ne riesen Nummer für mich. Nicht im Pyjama arbeiten dürfen? Geht gar nicht! Wenn ich hier Sonntags sitze möchte ich auch gefälligst die Sonntagskleidung tragen- den Pyjama. Oder auch Dienstag Nachmittag um 4:20 Uhr. Ganz egal- im Home Office kann man tragen was man will, geschminkt / ungeschminkt, barfuß sein, Haare irgendwie (nagut, das Argument zählt für mich nicht). Das sind gleich 120 1/2 Punkte auf’s Gemütlichkeitskonto im Home Office.

5. Die Produktivität und Kollegen
Tja, hier habe ich ja nun leider keinen Vergleich, ich würde mich generell aber als sehr produktiv einstufen, wenn ich etwas mache, dann mache ich das. Da ich nie in einem Büro mit anderen sitzen konnte/durfte/wollte/musste kann ich leider exakte Produktivitätsrechnung aufstellen. Was ich mir aber doch wünschen würde, wären tolle kreative Kollegen mit unbestechlichem Coolness-Faktor mit denen man dann Abends auch mal was trinken geht. Der Punkt dass ich dann Abends ohnehin nicht könnte und auch nichts trinke mal außen vor 😉 Aber so ein wenig Gesellschaft wäre vielleicht doch ganz nett.. Aber nur wenn die auch im Pyjama kommen!

Zusammenfassend kann man sagen, das ganze hier ist schon ziemlich gut. Die Vorteile liegen definitiv auf der Hand. Nichts desto trotz.. Wenn ich groß bin, so mit 35 oder so, hätte ich dann doch ganz gerne ein schniekes Büro irgendwo außerhalb des heimischen Hauses. In einem Haus mit „Katzen verboten“, das sind die, die die Arbeit hier am meisten aufhalten. Oder mich am Arbeiten hindern. Wie auch immer man die Sache betrachtet. 😉

Und ich bin jetzt mal ganz dreist und frage direkt Christina wie das bei ihr so ist! :)

Und natürlich euch, erzählt mal, was macht ihr denn so den ganzen Tag? 😉

Eure Bernadette

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Kommentare

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4 Comments

  • Reply Janina 5. Juli 2015 at 19:01

    Deine Punkte kann ich genauso unterschreiben. Home Office hat viele Vorteile. Ich selbst habe von meinem Arbeitgeber aus einen Heimarbeitsplatz, weil ich die normalen Bürozeiten mit meiner Kleinen einfach nicht einhalten kann. Ich arbeite seit dem Ende des Mutterschutzes 41 Stunden/Woche.
    Der riesen Nachteil bei mir ist es, dass zum einen definitiv der Austausch mit den Kollegen fehlt. Diese kleinen kurzen Auszeiten, indem man sich beim Kollegen nebenan über dem nervigen Telefonanrufer oder auch den Vorgesetzten aufregen kann oder auch einfach schöne Dinge bespricht. Durch meinen Heimarbeitsplatz nehme ich an dem Leben meiner lieben Kollegen nixht mehr teil und das ist sehr schade.
    Negativ finde ich auch, daß man schlecht ’nach Hause kommen kann und die Arbeit einfach im Büro lässt‘ genau das geht nicht, weil man die Arbeit ja zu Hause hat.
    Ich finde Home Office kann beides sein, Fluch und Segen. Und ich bin wirklich froh, wenn ich morgens wieder ins Büro fahren kann und nachmittags wieder heim komme und Feierabend habe.

    Ganz liebe Grüße
    Janina

    • Reply Bernadette 7. Juli 2015 at 21:38

      Hallo Janina!
      Danke für dein interessantes Kommentar :-)

      Dass einem die Kollegen fehlen, wenn man welche hatte, kann ich nachvollziehen, das ist wirklich schade.

      Die Arbeit nicht im Büro zu lassen- du hast total recht! Das nimmt auch etwas überhand, gerade wenn man in intensiven Phasen steckt.
      In der Trennung Arbeitszeit / Familienzeit bin ich leider etwas nachlässig :-(

      Fluch und Segen- das trifft’s auf den Punk!

      Liebe Grüße,
      Bernadette

  • Reply Sonja Eckart 1. September 2015 at 14:06

    Home Office bzw. von zu Hause aus arbeiten bietet sich besonders für die Langschläfer und diejenigen an, die nicht 30 min lang im Stau stehen wollen. 😉 Das Arbeiten von zu Hause aus, wird immer beliebter. Neben den Vorteilen gibt es auch einige Nachteile: Stress ist vorprogrammiert, man kann kaum noch Privates von Beruflichen trennen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich ständig durch Freunde gestört werde.

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