Design

Kind und Technik- eine Kamera fürs Kind

14. Mai 2016
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Ich betrachte elektronische Geräte und Medien für Kinder kritisch und bin zum Großteil der Ansicht dass man die Kinder lieber in den Garten schicken oder einen Stapel Bücher in den Raum stellt.


Ganz so einfach ist es allerdings heute nicht mehr. Die „böse Technik“ ist überall, Fernsehen, Computer, Ebook Reader… Das Medium Internet. Meine kritische Einstellung ist in Wahrheit scheinheilig, denn während ich diese Zeilen tippe sitze ich mit Laptop auf dem Schoß, umgeben von meinen Kindern und kurzer Unterbrechung einen Papierflieger zu basteln.

Der lässt übrigens zu wünschen übrig- sollte ich mal wieder üben.

Warum ich scheinheilig bin hat aber noch mehr Gründe als mein Tippen am Laptop. Ich besitze eine Digitalkamera, ich arbeite am Computer, ich habe ein Smartphone und verbringe wie viele Menschen zu viel Zeit davor. Ich habe wirkliche „Internet Freundinnen“ die ich dann 1,2 Mal im Jahr sehe. Sogar meine Kinder nennen sie so.Wir leben alle in einer digitalen Welt, manche mehr, manche weniger.

Kind mit Kamera im Grünen

Die Tochter fotografiert die Natur


Die Kinder aus der Technik Welt ausschließen?

Nein. Das kann nicht die Lösung sein. Die Lösung wofür eigentlich? Ich sehe hier kein Problem. Die Technik bereichert unser Leben, wir haben heute gewaltige Mengen an Information zur Verfügung, wir wissen so viel wie noch nie und haben die Möglichkeiten noch mehr zu erfahren.

Um uns über ferne Länder und seltene Tierarten zu informieren müssen wir dort nicht mehr hin, wir tun es zu Hause vor dem Fernseher. Oder vor dem Laptop in der Arte Mediathek.

Detailansicht der Schulter von "Fresh"

„Fresh“ ist ein zartes Design


Die Balance

Das Schlüsselwort ist hier die Balance. Ein Balanceakt zwischen „zu viel“ und „ausschließen“. Und hier sind wir Eltern gefragt. Den Kindern den richtigen Umgang mit der Technik und in Folge dessen den Medien zu vermitteln.

Besonders in Bezug auf das Internet ist hier eine solide Brücke zwischen dem Kind und der riesengroßen digitalen Welt zu pflegen.

Ein Kind alleine auf das Internet loszulassen (oder umgekehrt) sehe ich in etwa so als würde man es mitten in einer Großstadt wie New York aussetzen. Es stolpert umher, kommt in Viertel in denen ein Kind nichts verloren hat und ist überrumpelt. Weiß mit den Informationen nicht umzugehen und wendet sich wohl auch nicht jedesmal an seine Eltern.

Kind mit Kamera und selbgenähter Tunika aus Lillestoff "Fresh" sitzt auf erdiger Wiese

Ganz fasziniert- das Kind erforscht die unterschiedlichen Perspektiven


Auch Eltern müssen lernen

Ja, auch wir müssen uns mit dem Medium Internet befassen. Soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram kritisch betrachten und uns informieren wie das denn alles eigentlich funktioniert. WhatsApp- ein weiteres heikles Stichwort in der ganzen Thematik. Wo läuft der Hase, wie gehen die anderen Eltern aus der Klasse mit dem Thema um? Die Augen zu verschließen und dem Kind blind zu vertrauen oder alternativ einfach alles prophylaktisch zu unterbinden ist nicht sinnvoll.

Detailansicht der Einfassung am Hals aus Lillestoff "Fresh" welcher von Bernadette Burnett designed wurde

Detailansicht der Einfassung am Hals


Aha- und warum erzählst du uns das?

Warum denke ich darüber überhaupt nach? Aus aktuellem Anlass natürlich. Bei uns betrifft es zwar noch nicht das große weite Internet aber ich habe ein neues Gerät angeschafft, quasi eigens für die Kinder.

Meine große Tochter fotografiert sehr gerne. Meine Kamera kann ich den Kindern nicht guten Gewissens in die Hände drücken und so machte ich mich auf die Suche nach einer kindgerechten Alternative die auch wirklich qualitative Fotos machen kann.

Auf meiner Suche wurde ich bei Nikon fündig. Entschieden habe ich mich für die Coolpix S33 die ich aus einigen Gründen als kindersicher eingestuft habe:

  • wasserdicht bis 10 m
  • Shockproof bis 1,5 m
  • diverse Gehäusefarben
  • super einfache Menüführung
  • getrennter Auslöseknopf für Fotos und Videos
  • einige Spaßoptionen wie bunte Rahmen, Sternchen ect. (die bisweilen nicht zur Anwendung gekommen sind)

Die Kamera wird mehr oder minder als Familienkamera geführt. Wer Fotos machen möchte, darf dies gerne tun. Blödeleien damit sind aber zu unterlassen- das Ding ist kein Spielzeug sondern ein technisches Gerät dass einen gewissen Anwendungsbereich abdeckt. Fotografieren. Das hatten wir zu Anfang an geklärt.

Meine Tochter hat eine riesen Freude dabei nun auch ihre Eindrücke auf Fotos festhalten zu können.

Das ist wohl einer unserer ersten kleinen Schritte in Richtung selbstbestimmte Anwendung von Technik und Co, bis auf dem Kassetten Rekorder. Aber das ist ja quasi essentiell. Spielzeug welches Geräusche macht und blinkt haben wir übersprungen 😉

Wie ich feststellte, haben diese Kamera einige von euch ebenfalls :-) Das bestärkt mich noch mehr darin ein gutes Gerät angeschafft zu haben.

Kind fotografiert junge Frau auf Wiese

Nun werden auch wir anderen fotografiert… ;)

Kind in Lillestoff "Fresh" Tunika fotografiert gen Himmel

Die Tunika aus „Fresh“ sitzt locker und bequem

Kind in selbstgenähter Tunika mit Kamera kniet klettert auf einen kleinen Stein-Haufen

Fast wie eine kleine Fotosafari- wir sind gut ausgerüstet

Detailansicht der Tunika aus dem Textildesign "Fresh" von Bernadette Burnett unter dem Label Kluntjebunt

Detailansicht „Fresh“ von vorne

Detailansicht des Designs "Fresh" mit Schmutzfleck

Und schon schmutzig- die Fresh Tunika

 

Schnitt: Ottobre Design
Stoff: Fresh von Kluntjebunt / Lillestoff, erscheint demnächst

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Kommentare

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1 Comment

  • Reply Kitti - Sukhi.de 29. Mai 2016 at 20:57

    Manchmal finde ich es schwer mit den letzen technischen Geräte aktuell zu bleiben. Gar nicht so einfach aber danke sehr für die inspirierende Wörte :) LG, Kitti

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