Fotografie

Foto Tipp | Orange-gelbe Fotos waren gestern | Der Weißabgleich

17. November 2016
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Manueller Weißabgleich mit einer Graukarte – einfacher geht es nicht und ich frage mich warum ich das nicht schon viel, viel früher bemerkt habe.


Weißabgleich – was ist das?

In letzter Zeit habe ich mich etwas intensiver mit der Technik von Fotografie auseinander gesetzt. Außerdem sogar begonnen analog zu fotografieren – Ergebnisse kann ich leider erst vorweisen sobald der Film zu Ende und der Film entwickelt 😉

Zu 95% fotografiere ich im Außenbereich. Das Kunstlicht macht das Fotografieren immer etwas schwieriger, oft gibt es einen „gelben Stich“ – wer kennt das nicht?

Dass man dem ganzen ganz schnell Abhilfe schaffen kann und dann nicht so viel Zeit mit der Nachbearbeitung in Lightroom verbringen muss ist zwar kein Geheimnis aber ich bin dem Ganzen erst jetzt so richtig auf die Schliche gekommen..

Der Weißabgleich – an dieser Stelle zitiere ich nun mehr oder weniger Wikipedia – dient dazu die Kamera au die Farbtemperatur am Aufnahmeort zu sensibilisieren.

Dieser Satz erklärt es quasi schon. Für weitere Details könnt ihr hier weiterlesen.

Weißabgleich an der DSLR

Ich habe eine Canon DSLR. Diese bietet mir diverse Auswahlmöglichkeiten des Weißabgleichs. Zum einen wäre da die Automatik Funktion. Des Weiteren zum Beispiel Tageslicht, Wolken, Kunstlicht,… und ein Manueller Modus.

Manueller Weißabgleich

Der manuelle Weißabgleich ist optimal wenn ihr in Innenräumen fotografiert oder sich die Lichtverhältnisse nicht schnell ändern.

Ihr könnt dafür zum Beispiel ein weisses Blatt Papier nutzen (wobei dieses nach meinen Versuchen und meiner Recherche nicht unbedingt die 1. Wahl ist) oder eine sogenannte Graukarte.

Eine Graukarte kann ein Kunststoff-Täfelchen oder ein Stück Karton sein. Es gibt auch Graukarten aus Textil. Das Grau der Graukarte ist „neutral“, es reflektiert ca. 18 % des damauffallenden Lichts.

Die genaue Info hierzu könnt ihr euch wieder auf Wikipedia zu Gemüte führen 😎

Ich habe mir diese Version* zugelegt. Diese kommen gleich im 2er Pack, so kann ich eine Graukarte in meiner Arbeit und eine zu Hause deponieren.

Wie funktioniert das nun?

Als Beispiel habe ich Fotos in meiner Arbeit im Supermarkt gemacht. Einmal mit automatischem Weissabgleich und dann mit manuellem. Der Unterschied ist wirklich massiv.

Aber seht selbst:

Dieses Foto entstand mit automatischen Weißabgleich. Das Foto wirkt sehr gelblich. Fotografiert habe ich in RAW, das Foto kommt direkt aus der Kamera („SOOC“).

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Um den manuellen Weißabgleich einzustellen muss ich meine Graukarte möglichst bildfüllend fotografieren und an der Kamera als Referenz einstellen.

Beachtet bitte dass der Weißabgleich dann auch wirklich nur für diese eine Lichtsituation stimmt. Legt die Graukarte also an die Stelle an der ihr fotografieren wollt und macht ein Foto.

Nun habe ich die Tomaten nochmals mit meinem manuell eingestellten Weißabgleich fotografiert. Seht ihr den Unterschied?

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Selbiges bei den Radieschen…

Automatischer Weißabgleich:

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Manueller Weißabgleich:

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Das ganze ist unfassbar praktisch wenn man also zum Beispiel im Winter Fotos von Kleidung in Innenräumen macht, seine Stoffe für den Shop fotografieren muss oder auch Gemüse 😉

Ich für meinen Teil mache Fotos im Haus nur noch mit der Graukarte und einem manuellen Weißabgleich schießen, es dauert lediglich 1 Minute länger und bringt ein wesentlich besseres Ergebnis.

Praktisch, was?

Habt ihr bisher mit oder ohne Graukarte gearbeitet? Ich hoffe jedenfalls dass mein kleiner „Tipp“ dem ein oder anderen weiterbringt. :)

Meinen neuen Fotografie Blog, auf dem es wirklich nur um Fotos geht, findet ihr übrigens auf BernadetteBurnett.com. :)

Eure Bernadette

*Affiliate Link

 

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